
ABC des Kommunismus
Bildungsarbeit & Kaderentwicklung
In unserer Serie »ABC des Kommunismus« stellen wir zentrale Begriffe und Debatten sozialistischer Politik vor. Ganz nach dem Motto »Kommunismus ist für alle da«.
Unter Kaderpolitik wird die systematische Personalentwicklung in marxistischen Parteien verstanden. Im Unterschied zu linken Kaderparteien, wo alle Mitglieder der Partei Kader werden müssen, setzt die KPÖ auf eine andere Form von Kaderentwicklung: Niemand soll müssen, aber alle sollen können. Das heißt, alle Mitglieder, die das wollen, können Kader werden und damit in Leitungsverantwortung kommen.
Leitung setzt dabei voraus, im Interesse der Organisation denken zu lernen (Strategie und Taktik) und der Organisation verbindlich Zeit für die ehrenamtliche Arbeit bzw. als Aktive zur Verfügung zu stellen. Je mehr Mitglieder das tun, desto mehr Kader gibt es, desto mehr Kapazitäten hat die Partei aufgebaut, um gemeinsam handlungsfähig zu werden. So soll Gegenmacht aufgebaut werden.
Zentrales Mittel für die Kaderentwicklung ist neben der gemeinsamen Praxis daher die Schulungs- und (Aus-)Bildungsarbeit in der KPÖ.
Rainer Hackauf


Argument (Juli 2023): Ware Wohnen

