ABC des Kommunismus

Arbeit & Ausbeutung

In unserer Serie »ABC des Kommunismus« stellen wir zentrale Begriffe und Debatten sozialistischer Politik vor. Ganz nach dem Motto »Kommunismus ist für alle da«.

Aus marxistischer Sicht ist Arbeit das zentrale Verhältnis im Kapitalismus, um Ausbeutung zu organisieren. Die Arbeitskraft ist eine Ware, die ihre Eigentümer:in, die Lohnarbeiter:in an das Kapital verkaufen muss, um zu überleben.

Zu welchen Bedingungen dies geschieht und damit auch wie hoch der Grad der Ausbeutung ist, wird in Klassenkämpfen bestimmt. Je mehr Gegenmacht Arbeiter:innen aufbauen können, desto besser steht es um Entlohnung, Arbeitszeiten, Gesundheitsversorgung und soziale Absicherung.

Ausbeutung wird aber auch an Hand anderer Linien sichtbar. So ist das Thema unbezahlte Reproduktionsarbeit (Haus-, Sorge- und Pflegearbeit) im marxistischen Feminismus der zentrale Ansatzpunkt für die Überwindung der Geschlechter-Ungleichheit. Aber auch entlang von Liefer- und Wertschöpfungsketten globaler Güter ist Arbeitsausbeutung der Schlüssel für die Analyse rassistischer Arbeitsteilung, Neokolonialismus und der Ausbeutung der Arbeiter:innen im globalen Süden.

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