
KPÖ: Skyshield bringt keine Sicherheit

Wie Verteidigungsministerin Claudia Tanner gestern bekannt gab, wird Österreich die Beteiligung an der europäischen Luftverteidigungsinitiative Skyshield bis zu sechs Milliarden Euro kosten.
Für die KPÖ verstößt die Beteiligung an Skyshield gegen die Neutralität, zudem werden die Milliarden, die in die Aufrüstung fließen, in anderen Bereichen schmerzlich fehlen.
Die Teilnahme am Bündnis wird auch mit der Reichweite iranischer Raketen argumentiert. „Auch wenn es derzeit überhaupt keinen Anhaltspunkt dafür gibt, warum der Iran gerade Österreich angreifen sollte, ist die Bundesregierung vollständig in einer militärischen Logik angekommen. Eine Antwort auf die zahlreichen Konflikte in der Welt wird nur mehr in Aufrüstung gesucht“, so Günther Hopfgartner, Vorsitzender der KPÖ und Spitzenkandidat zur EU-Wahl.
Hopfgartner fordert, dass sich Österreich, gerade als neutrales Land, für friedliche Konfliktlösung und gegen Aufrüstung einsetzt. „Eine glaubwürdige Neutralitätspolitik erfordert auch, dass wir uns von Militärbündnissen fernhalten. Dann können wir zum Frieden beitragen. Durch eine NATO-Annäherung, auch durch Skyshield, machen wir uns selbst zum Angriffsziel.“

Hanno Wisiak
Hanno Wisiak (Jahrgang 1981) ist seit Teenagerjahren politisch aktiv. Er war Mitgründer des Jugendzentrums in seiner südsteirischen Heimatstadt Mureck und stellvertretender Schulsprecher am BG/BRG Leibnitz. In die Kommunistische Partei Österreichs trat er 2000 ein und zog nach der Matura nach Graz, wo er Geschichte, Kulturmanagement und Anglistik studierte und für den Kommunistischen Studierendenverband (KSV) in den unterschiedlichsten Funktionen an der ÖH aktiv war. Seine Abschlussarbeit über das Leben und Wirken des Grazer Widerstandskämpfers und späteren KPÖ-Landesobmanns Willi Gaisch bei Prof. Dieter A. Binder erschien als Buch im Grazer unipress-Verlag. Nach den Kommunalwahlen 2012 wurde Wisiak zum zweiten Bezirksvorsteher-Stellvertreter in Geidorf gewählt und begann im Gemeinderatsklub der KPÖ zu arbeiten. Als die KPÖ 2017 einen zweiten Sitz im Stadtsenat erreichen konnte, wurde er Büroleiter des neuen Stadtrats Robert Krotzer. Nach dem Wahlerfolg 2021 wurde er Bezirksvorsteher von Geidorf und übernahm die Büroleitung des Gemeinderatsklubs. Privat geht er gerne wandern, fischen und auf Fußballplätze. Er ist verheiratet und Gitarrist in einer Metal-Band.Kontakt: [email protected]
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