
Jung und brauchen das Geld

KPÖ fordert Maßnahmen gegen Jugendarmut
Der aktuelle Jugendmonitor zeigt, dass fast jede dritte Person unter 30 Jahren finanzielle Sorgen hat. Sparen beim Lebensmitteleinkauf muss sogar jede und jeder zweite. Fast 40 Prozent haben kein Geld für eine unerwartete Ausgabe, 200.000 junge Menschen etwa könnten ein notwendiges Kleidungsstück nicht umstandslos ersetzen. Die KPÖ fordert daher ein breites Maßnahmenpaket, um die Ausbreitung von Jugendarmut einzudämmen. “Ein Mietendeckel zur Senkung der hohen Wohnkosten und Preiskontrollen bei Lebensmitteln würden schon viel entschärfen”, meint Tobias Schweiger, Spitzenkandidat der KPÖ bei den Nationalratswahlen.
“Viele Probleme teilen sich jüngere und ältere Generationen – die Teuerung hat uns alle hart getroffen. Aber gerade beim Wohnen können junge Menschen natürlich nicht auf langjährige Mietverträge zurückschauen, als die Mieten noch niedriger waren. Über eine Eigentumswohnung brauchen viele gar nicht erst nachdenken”, so Schweiger.
“Jede zehnte Person unter 30 musste wegen der Teuerung einen Kredit aufnehmen. Die scheidende Regierung hinterlässt uns große Probleme”, kritisiert Alisa Vengerova, Bundessprecherin der Jugendorganisation Junge Linke. Die 27-Jährige kandidiert für die KPÖ auf Platz 6 und möchte sich vor allem für die Belange junger Menschen einsetzen.
Neben Preis-Eingriffen beim Wohnen und bei Lebensmitteln sieht die KPÖ deshalb auch am Arbeitsmarkt Handlungsbedarf. “Es wird viel über fehlende Arbeitskräfte in der Pflege und in anderen Bereichen gesprochen. Höhere Einstiegsgehälter und bessere Rahmenbedingungen helfen ebenfalls, junge arbeitende Menschen aus den finanziellen Sorgen herauszuholen”, erklärt Vengerova abschließend.
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