Unsere Positionen zum Thema
ARBEIT
Löhne rauf, Preise runter!
Unser Wohlstand wird von uns allen erarbeitet: Im Betrieb, in der Pflege, an den Schulen, am Bau oder unbezahlt daheim. Doch dieser Wohlstand wird nicht gerecht verteilt. Anstatt Profitmaximierung zu fördern, können wir die Preise regulieren. Löhne und Einkommen müssen steigen.
Arbeitszeitverkürzungen bei vollem Lohn- und Personalausgleich schaffen mehr Zeit zum Leben und die Möglichkeit, unbezahlte Arbeit zuhause gerechter zu verteilen. Eine gerechtere Entlohnung, armutssichere Einkommen sowie eine echte Grundversorgung bei Energie, Pflege und Kinderbetreuung ermöglichen, dass wir uns auf persönliche Entfaltung und das Gemeinwohl konzentrieren können.
Die Krisen der vergangenen Jahre setzen uns alle jedoch stark unter Druck. Die explodierenden Preise für Lebensmittel, Energie und Wohnkosten zehren massiv am Geldbeutel. Für immer mehr Menschen ist das Leben kaum noch leistbar. Dabei trifft uns die Teuerung nicht alle gleich. Während Vermieter profitieren, sind es etwa gerade Frauen, Pensionist:innen und Alleinerziehende, die übermäßig betroffen sind. Die Arbeitslosigkeit steigt, Jobs werden unsicher. Schrankenlose Märkte ermöglichen Spekulationen, treiben Preise und verschärfen Ungleichheiten.
Diese Entwicklung belastet den Alltag vieler Menschen massiv. Die Profiteure der Krise können es sich richten, während es für den Großteil der Bevölkerung schlechter wird.
Die KPÖ setzt sich ein für…
- Schluss mit prekärer Arbeit – Gute Arbeitsbedingungen und Löhne rauf: Die KPÖ fordert höhere Löhne und Gehälter und bessere Arbeitsbedingungen – jetzt! Alle Beschäftigten müssen fair entlohnt und unter menschenwürdigen Bedingungen arbeiten können. Wir fordern eine kräftige Erhöhung der Kollektivvertragslöhne, mindestens die Teuerungsrate plus der Produktivitätssteigerung sowie einen gesetzlichen Mindestlohn von mindestens 2.400 Euro brutto.
- Weniger arbeiten, mehr leben – Erwerbsarbeitszeit runter, unbezahlte Arbeit gerecht verteilen: Die KPÖ fordert eine Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohn- und Personalausgleich. Jede:r verdient mehr freie Zeit für Familie und Erholung. 30 Stunden hackeln gehen sind genug, insbesondere die tägliche Erwerbsarbeitszeit muss sinken.
- Armut verhindern – sichere Pensionen und würdige Sozialleistungen: Als KPÖ setzen wir uns für höhere Ein- kommen für alle ein! Die Sozialleistungen, Pensionen, das Arbeitslosengeld und die Notstandshilfe müssen auf ein Mindestniveau angehoben werden, das gemeinsam mit einem Mietendeckel und einer kostenlosen sozialen Infrastruktur Armut verhindert. Ein Maßstab dafür sollen die Referenzbudgets der Schuldenberatungen sein. Eine Familie mit zwei Erwachsenen und einem Kleinkind braucht derzeit mindestens 3.300 Euro, ein Einpersonenhaushalt 1.500 Euro, um würdevoll zu leben.
- Öffentliche Jobgarantie: Sichere und gute Arbeitsplätze dürfen wir nicht länger dem Markt überlassen. Wer arbeiten will und kann, soll auch sinnvolle und würdige Arbeit finden.
- Kostenlose und flächendeckende Kinderbetreuung und Pflege: Die KPÖ setzt sich dafür ein, dass Kinderbetreuung und Pflege kostenlos für alle zugänglich gemacht werden. Das bedeutet, dass Eltern keine Gebühren für die Betreuung ihrer Kinder zahlen müssen und ältere Menschen sowie Pflegebedürftige kostenlose Pflegeleistungen erhalten.
- Konsequenter Ausbau der betrieblichen Mitbestimmung: Demokratie muss konsequent auf alle Lebensbereiche ausgeweitet werden – so auch auf die betriebliche Ebene. Wir fordern daher den Ausbau der betrieblichen Mitbestimmung durch etwa Betriebsrät:innen wie auch die Förderung von Selbstverwaltung durch Arbeitende.
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