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Kinder & Familien

Armut ist kein Kinderspiel: Kinderarmut abschaffen!

Kinderarmut ist in Österreich nach wie vor ein riesiges Problem: 2022 waren rund 358.000 Mädchen und Buben armuts- und ausgrenzungsgefährdet – das ist jedes fünfte Kind in Österreich. In der Steiermark sind es 35.000 Unter-14-Jährige. Die Erfahrungen aus den Sozialberatungen der KPÖ und den Ferienaktionen von Kinderland lassen befürchten, dass die anhaltende Rekordteuerung die Lage im heurigen Jahr weiter verschärft hat.

Es ist in Wahrheit eine Schande, dass in einem vermeintlich reichen Land wie Österreich jedes fünfte Kind armutsgefährdet aufwachsen muss. Regelmäßige warme Mahlzeiten und ein sicheres Dach über dem Kopf sind Grundrechte, die hunderttausenden Kindern aber verwehrt bleiben. Und während es für viele Familien finanziell immer unmöglicher wird, werden die Reichsten immer reicher. Dabei müsste das nicht so sein, gäbe es den politischen Willen, endlich eine Kindergrundsicherung einzuführen, die Preise für Wohnraum, Energie und Grundnahrungsmittel amtlich zu regeln und Vermögen gerecht umzuverteilen. Dass Kinderrechte für die Bundesregierung aber keine Priorität haben, zeigt auch der Umstand, dass Österreich mit der Umsetzung der Rechte von Kindern säumig ist.

Die KPÖ setzt sich ein für…​​

  • Kindergrundsicherung für alle Familien: Jedes fünfte Kind in Österreich ist von Armut betroffen. Neben einer kostenfreien Grundinfrastruktur wie Gratismittagessen in Bildungseinrichtungen und kostenlosen Ferienangeboten soll es einen Universalbetrag von 367 Euro und zusätzlich eine einkommensabhängige Leistung von 312 Euro geben.
  • Recht auf Wohnen – Wohnpolitik ist Kinder- und Familienpolitik: Wohnen
    ist ein Grundrecht – das sollte sich auch in unserer Verfassung widerspiegeln! Wir müssen uns als Gesellschaft darum kümmern, dass es
    keine ungewollte Wohnungslosigkeit und angemessenen Wohnraum für alle in Österreich lebenden Menschen gibt. Die Not, leistbaren Wohnraum zu
    finden, zieht sich in Österreich durch breite soziale Schichten. Niemand
    soll gezwungen sein, mit einer Person zusammenzuwohnen, mit der eine
    Gemeinschaft unmöglich ist – oder von der im schlimmsten Fall Gewalt
    ausgeht. Mit dem Grundrecht auf Wohnen in der Verfassung erwächst ein
    Rechtsanspruch auf Wohnraum, der sich nach den Bedürfnissen der
    Einzelnen richtet. Gerade für die Entwicklung von Kindern wäre so ein Rechtsanspruch besonders wichtig.
  • Armut verhindern – sichere Pensionen und würdige Sozialleistungen: Als KPÖ setzen wir uns für höhere Einkommen für alle ein! Die Sozialleistungen, Pensionen, das Arbeitslosengeld und die Notstandshilfe müssen auf ein Mindestniveau angehoben werden, das gemeinsam mit einem Mietendeckel und einer kostenlosen sozialen Infrastruktur Armut verhindert. Ein Maßstab dafür sollen die Referenzbudgets der Schuldenberatungen sein. Eine Familie mit zwei Erwachsenen und einem Kleinkind braucht derzeit mindestens 3.300 Euro, ein Einpersonenhaushalt 1.500 Euro, um würdevoll zu leben. Als KPÖ setzen wir uns daher für eine sofortige Erhöhung der Pensionen
    und regelmäßige Anpassungen mit der Inflation, eine Erhöhung des
    Arbeitslosengeldes und eine Kindergrundsicherung für alle Familien ein.
  • Bildung beginnt im Kindergarten – konsequenter Ausbau ganztägiger Kindergärten:  Die KPÖ fordert den bundesweiten Ausbau von ganztägigen Kindergärten in denen das Recht auf Inklusion und Elementarbildung für alle verwirklicht wird, bessere Arbeitsbedingungen für Pädagog:innen und unterstützendes Personal und eine ihrer qualifizierten Tätigkeit entsprechende Bezahlung. Wir fordern ein Bundesgesetz, mit dem für alle Betreiber in Österreich verbindliche Rahmenbedingungen verankert werden, die Bildungsqualität sichern, wir fordern für Gemeinden und andere öffentliche Bildungseinrichtungen der Elementarerziehung statt der chronischen Unterfinanzierung aufgabengerechte, vom Bund garantierte Zuschüsse.
  • Gemeinsame ganztägige Pflichtschule der 6-15-Jährigen: Die KPÖ fordert eine gemeinsame ganztägige Pflichtschule der 6-15-Jährigen, mit der die frühe Aufspaltung der Kinder in Mittelschule und AHS-Unterstufe auch in Österreich Schluss gemacht wird. Wir wollen, dass der permanente Notendruck, der Schüler:innen und ihre Familien – dort insbesondere Frauen – belastet, abgeschafft wird und durch individueller Förderung, sozialer Integration und Inklusion ersetzt wird.

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