Soziale Umverteilung? Nicht mit der SPÖ!

Quelle: SPÖ Tirol

Tirols Ex-SPÖ-Chef Dornauer fliegt aus dem Landtagsklub, weil er Rückzahlung von Übergewinnen an die breite Masse fordert

Georg „Schorsch“ Dornauer sorgt mal wieder für Schlagzeilen. Der rote Rebell aus Tirol hat’s diesmal übertrieben – zumindest aus Sicht seiner Partei. Nach dem Rücktritt als Landesparteivorsitzender letzten Herbst folgt jetzt der nächste Rückschlag. Weil er forderte, dass die 280 Millionen Euro an Übergewinnen der landeseigenen Tiwag an die Bevölkerung zurückgezahlt werden, hat ihn die Tiroler SPÖ kurzerhand aus dem Landtagsklub geschmissen.

Der Mann mit dem Jagdgewehr

Dornauer hat ein Händchen dafür, reißerische Schlagzeilen zu erzeugen. Gleich drei Tage nachdem der Tiroler 2018 zum Landesparteiobmann gewählt wurde, gab es Rücktrittsforderungen aus der eigenen Partei. Dornauer hatte sich im Tiroler Landtag sexistisch über eine Grünen-Politikerin geäußert. Ein Jahr später folgte dann das Waffenverbot. Dornauer hatte sein geladenes Jagdgewehr in seinem Porsche bei offenem Fenster liegengelassen.

Romantik mit der extremen Rechten

Als seine Beziehung zu einer rechtsextremen italienischen Politikerin publik wurde, sorgte das über Parteigrenzen hinweg für Kopfschütteln. Letzten Herbst folgte dann der Rücktritt als Landesparteichef. Ein Foto tauchte auf, das Dornauer gemeinsam mit Rene Benko beim Jagen zeigt. Im Tiroler Landtag blieb Dornauer. Jagdausflüge mit der Schickeria trotz Jagdverbots: für die Sozialdemokraten kein Grund, nicht Mandatar zu bleiben.

Aber kein Platz für Umverteilung

Jetzt ziehen die Tiroler Roten aber endgültig die rote Linie. Die Forderung nach einer Umverteilung vom Milliardenkonzern auf die breite Masse: das ist in den Augen der Landespartei nicht nur ein Koalitionsbruch, sondern billigster Populismus. Dabei war Dornauers Forderung doch alles andere als revolutionär. Die Übergewinne, also alles, was die Tiwag an Millionen mehr einstreifte als in den Vorjahren, sollte der Allgemeinheit zugute kommen.

Wieder was dazu gelernt: sexistische Kommentare gegen politische Mitstreiterinnen, illegale Jagdausflüge mit verurteilten Superreichen, eine Beziehung mit einer Rechtsextremen: ein Grund zur Aufregung, aber nicht für einen Ausschluss bei der SPÖ. Aber wer fordert, dass die Menschen etwas von den Gewinnen zurückbekommen, die sie selbst bezahlt haben – der fliegt. So sieht also der soziale Anspruch der SPÖ aus.

Aktuelles