So trifft das Pensionsfiasko alle

Bild: Marco Verch (CC-BY 2.0)

Die Regierung kürzt die Pensionen und zwar nicht nur die hohen Pensionen, sondern auch die niedrigen.

Es ist bekannt, aufgrund des Brüsseler Budgetdiktats muss Österreich sein Budget massiv zusammenstutzen. Während die Reichsten weiter steuerfrei ihr Vermögen vermehren, wird bei der Bevölkerung mit der Kettensäge gekürzt. Jetzt sind also die Pensionist:innen dran. Dabei tönte Babler im Wahlkampf noch laut “Ein Sparpaket bei Pensionen wird es mit mir nicht geben”. Der nächste Umfaller oder schon im Wahlkampf gelogen?

Gesetzlich sollten die Pensionen mit der Inflationsrate des vergangenen Jahres um 2,7 Prozent steigen. Doch von den eigenen Gesetzen will die Regierung jetzt nichts mehr wissen. Nur Pensionen bis €2500 Brutto bekommen die vorgeschriebenen 2,7%. Höhere Pensionen bekommen maximal 65 Euro mehr im Jahr. Perfide Salamitaktik: Bereits im Sommer wurden die Krankenversicherungsbeiträge der Pensionist:innen von 5,1 Prozent auf 6 Prozent angehoben und die Pensionen damit effektiv gekürzt. Jetzt sollen sie nochmal draufzahlen.

Finanzminister versteht die Welt nicht mehr

Der rote Finanzminister Marterbauer versteht die Aufregung nicht – immerhin protestierte der eigene SPÖ-Pensionistenverband gegen ihn – nicht. Eine ursozialdemokratische Lösung sei die gestaffelte Kürzung. Was der Herr Minister vergisst: Auch die kleinen Pensionen werden mit 2,7 Prozent effektiv gekürzt. Denn während die offizielle Inflation bei 2,7 Prozent gelegen ist, sind gerade der tägliche und wöchentliche Einkauf deutlich stärker gestiegen und zwar um 3,4 bzw. 4,5 Prozent 2024. Und die Preise für Lebensmittel und Co. betreffen Pensionist:innen in der Regel wesentlich mehr, als der Preis für Luxusautos und ähnliches.

Und was meinen die Pensionist:innen dazu? Herbert Fuxbauer, Bundessekretär des Zentralverbands der Pensionistinnen und Pensionisten Österreichs (ZVPÖ), hält die Kürzungen für eine Frechheit und denkt auch gleich an die nächste Generation: “Ein jeder Euro weniger Pension heute – sind morgen zwei Euro weniger für alle Beschäftigten. Auch deshalb braucht es die volle Abgeltung der Inflation.”

Bild: Marco Verch (CC-BY 2.0)

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