Elke Kahr nach der Angelobung zur Bürgermeisterin von Graz.

Rede von Elke Kahr zu ihrer Angelobung als Bürgermeisterin von Graz

 

Am 17.11.2021 wurde Elke Kahr als Bürgermeisterin von Graz angelobt. 


In den Tagen und Stunden vor der heutigen Wahl ist mir sehr viel durch den Kopf gegangen. Wer hätte das gedacht, dass ich die erste Frau im Bürgermeisteramt meiner Heimat- und Lieblingsstadt werden würde, noch dazu als Mitglied der KPÖ, noch dazu als Tochter eines Schlossers, wer hätte das gedacht, als ich in der Nähe der Triestersiedlung aufwuchs, dort, wo es damals noch Baracken gegeben hat?
Ich jedenfalls nicht.

Und ich habe an die riesige Verantwortung gedacht, die wir alle in diesem Saal haben. Wir – KPÖ, Grüne und SPÖ – wollen einen neuen Weg für Graz gehen – in einer Zeit, in der sehr vieles unsicher geworden ist.

Niemand weiß, wie sich die Coronakrise weiter entwickeln wird. Wir alle fühlen aber, dass die Politik nicht nur Maßnahmen setzten muss, die notwendig und vernünftig sind und nur deshalb, weil sie das sind, mitgetragen werden. Sie hat vor allem die Aufgabe, die Menschen zusammenzuführen und niemanden, ich wiederhole: niemanden aus unserer Gemeinschaft auszugrenzen. Ich weiß, dass das nicht leicht ist, weil die Leidenschaften sehr hoch gehen und auch weil da und dort Zündler am Werk sind. Aber: Wir alle sind Graz. Das gilt auch in diesem Zusammenhang.

Ich bin keine Pessimistin und habe Zeit meines Lebens immer wieder Auswege aus schwierigen Situationen gesucht und meistens auch gefunden. Deshalb gehe ich gemeinsam mit Judith Schwentner und Michael Ehmann auch diese Herausforderung, die bisher größte, mit Optimismus an.

Dabei halte ich es für sehr wichtig, dass es über unsere Koalition hinaus positive Zeichen dafür gibt, dass auch andere Parteien in ihren Bereichen Verantwortung übernehmen wollen. Unsere Stadtregierung besteht aus 7 Personen, nicht nur aus den 4 StadträtInnen, die unsere Vereinbarung unterschrieben haben. Die 3 StadträtInnen von VP und FP haben wichtige Verantwortungsbereiche übernommen.
Wir alle haben Erfahrungen im Berufsleben gesammelt, bevor wir politische Funktionen übernommen haben und das ist wichtig.

Für mich ist dabei besonders wichtig, was wir in unserer Vereinbarung festgehalten haben: „Die neue Stadtregierung will Solidarität fördern und vorleben und wird auf der Seite jener Menschen stehen, die es sich nicht richten können. Wir wollen sicherstellen, dass Zusammenhalt und Teilhabe am Leben der Stadt für alle Grazerinnen und Grazer möglich sind.“ Unsere Stadt muss für alle eine gute Heimat sein. Daran wollen wir gemeinsam arbeiten.

Gehen wir jetzt an diese Arbeit.


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