Pflege braucht Systemwechsel!

Von der Grazer Gemeinderätin Elke Heinrichs
 
Beharrlich und gegen die Widerstände der schwarz-blauen Rathauskoalition setzt sich die KPÖ für das Pflegepersonal in Graz ein.

Aufgrund des sattsam bekannten Pflegenotstandes mit all seinen Facetten gibt es nun eine sehr breite Allianz aller in Österreich in der Pflege tätigen Organisationen. Diese wenden sich in einem offenen Brief mit ihrem Hilferuf an Gemeinden, Länder und den Bund. Im Grazer Uniklinikum werden akut 49 Betten gesperrt, die erschöpften Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Pflege können ihre längst fälligen Urlaube ohnehin lediglich auf 14 Tage beschränkt antreten.

„Da viele Pflegebedienstete entweder den Beruf verlassen haben bzw. überlegen, das zu tun, bemühen wir uns als KPÖ schon lange der drohenden dramatischen Gesamtsituation in der Pflege durch diverse Initiativen zu begegnen: Pflegeschlüsselanhebung, mehr Ausbildungsplätze schaffen, Bezahlung anheben, Abschaffung der Ausbildungskosten sowie eine Entlohnung bereits während der Ausbildung, Bonus-Tausender zum Zeichen der Anerkennung endlich auszahlen bzw. einen grundsätzlichen Systemwechsel für die Pflege zu erwirken“, betont KPÖ-Gemeinderätin Elke Heinrichs.

Auch in der letzten Gemeinderatssitzung am 8.Juli 2021 gab es von Heinrichs einen Dringlichen Antrag, der sich dafür einsetzte, den Corona-Bonus für alle im Gesundheits- und Pflegebereich Tätigen auf 1.000 Euro zu erhöhen. Dieser Dringliche Antrag wurde durch Abänderung von der ÖVP abgeschwächt.

Die schriftliche Anfrage nach einem zusätzlichen Fonds der Stadt Graz als Unterstützung für die Pflegeausbildung, blieb von Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) bislang unbeantwortet.

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