Unsere Position zum Thema

Bildung

Bildung

Für die KPÖ sind Bildungsfragen Klassenfragen. Es geht uns daher darum, Maßnahmen gegen Bildungsungleichheit und deren Ursachen zu ergreifen. Wir sprechen uns daher gegen Privatisierungen im Bildungswesen aus und für die kostenlose Nutzung aller Bildungseinrichtungen und deren Angebote – einschließlich der Nachmittagsbetreuung wie auch des Schulessens.

Wir wissen, dass eine große Reform von den betroffenen Eltern, Schüler:innen und Pädagog:innen mitgetragen werden muss und die Neuregelung der Schulkompetenzen zwischen Bund, Gemeinden und Ländern, konsequente Überzeugungsarbeit, Budgetmittel und Zeit brauchen wird. Deshalb wollen wir, dass die Gesamtschulfrage diskutiert und nicht wahltaktisch verschwiegen wird, vor allem nicht von Parteien, die sich in ihren Grundsatzpapieren zur gemeinsamen Schule für alle Kinder bekennen.

Zur Finanzierung des Bildungs- und aller sozial wirksamen Budgets fordern wir die soziale Umverteilung gesellschaftlich erarbeiteten Reichtums und eine Steuerpolitik, die private Vermögen, Stiftungen, Immobilien- und Grundbesitz wesentlich und stärker als bisher zur Finanzierung des Sozialstaates heranzieht.

Als KPÖ setzen wir uns ein für…

  • den bundesweiten Ausbau ganztägiger Kindergärten, in denen das Recht auf Inklusion und Elementarbildung für alle verwirklicht wird, bessere Arbeitsbedingungen für Pädagog:innen und unterstützendes Personal und eine ihrer qualifizierten Tätigkeit entsprechende Bezahlung. Wir fordern ein Bundesgesetz, mit dem für alle Betreiber in Österreich verbindliche Rahmenbedingungen verankert werden, die Bildungsqualität sichern, wir fordern für Gemeinden und andere öffentliche Bildungseinrichtungen der Elementarerziehung statt der chronischen Unterfinanzierung aufgabengerechte, vom Bund garantierte Zuschüsse.
  • eine gemeinsame ganztägige Pflichtschule der 6-15-Jährigen, mit der die frühe Aufspaltung der Kinder in Mittelschule und AHS-Unterstufe auch in Österreich Schluss gemacht wird. Wir wollen, dass der permanente Notendruck, der Schüler:innen und ihre Familien – dort insbesondere Frauen – belastet, abgeschafft und durch individueller Förderung, sozialer Integration und Inklusion wird.
  • die gewerkschaftlichen Forderungen nach Verbesserung der Arbeitsbedingungen und Entlastung der Pädagog:innen und der Schulleitungen durch die Stärkung multiprofessioneller Teams. Das bedeutet die Einstellung von mehr Pädagog:innen aber auch u.a. von mehr Schul- und Sozialpädagog:innen, Psycholog:innen und von zusätzlichem Verwaltungspersonal.
  • die Verwirklichung des Menschenrechts auf Inklusion ein, die Diskriminierung und Ausgrenzung behinderter Kinder und Jugendliche muss endlich aufhören. Bildungsreformen und Inklusion als ein wesentliches Element Mehr-Investitionen in Personal und Ausstattung aus dem Bundesbudget zur Voraussetzung. Dies beinhaltet auch die Forderung nach baulich geeigneten Schulgebäuden und Klassenräumen.

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