KOMMUNISTISCHE PARTEI ÖSTERREICHS

Internationale Kampagne fordert Friedensnobelpreis für Kubas Ärzte-Brigade

(3.6.2020)

Das Lateinamerika-Nachrichtenportal amerika21.de berichtet über eine internationale Kampagne mit dem Ziel, die jahrelangen internationalen Hilfseinsätze kubanischen Gesundheitsper­sonals – zuletzt auch in der Lombardei – mit dem Friedensnobelpreis zu würdigen:

Zeitgleich kommt in verschiedenen Ländern die Idee auf, dass die kubanische Brigade Henry Reeve für Einsätze in Katastrophenge­bieten den diesjährigen Friedensnobelpreis verdient hätte. Dieses Ansinnen verdichtete sich nun in einer Forderung an das norwegische Friedensnobel­preiskomitee und findet derzeit über mehrere Kanäle immer mehr Unterstützung.
In den verschiedenen Begründungen heißt es, dass die Brigade derzeit mit 26 Arbeitsgruppen in 24 Ländern gegen Covid-19 im Einsatz sei. Demnach habe sie bisher 26.080 Patienten behandelt und 976 Menschen das Leben gerettet.
Das internationale Kontingent von medizinischem Personal, das auf Katastrophensi­tuationen und schwere Epidemien spezialisiert ist, war 2005 von Fidel Castro ins Leben gerufen worden und hat seither mehr als 3,5 Millionen Menschen in 21 Ländern akute Katastrophenhilfe geleistet. Aufsehen erregte der Einsatz gegen die Ebola-Pandemie in Westafrika 2014–2015, als die Brigade dort mit mehr als 400 Ärzten und Gesundheitspersonal im Einsatz war. Die Brigade Henry Reeve ist nur ein Teil des erfolgreichen kubanischen Gesundheitssystems, das vom Gesundheitsmi­nisterium koordiniert wird und mehr medizinisches Fachpersonal ins Ausland entsandt hat als die gesamte Weltgesundheit­sorganisation (WHO). …

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