KOMMUNISTISCHE PARTEI ÖSTERREICHS

Waffenhandel und Militärausgaben weiter im Aufwind

Auch in Zeiten sinkender Sozialbudgets, steigen weltweit die Ausgaben für die Rüstung.

(19.7.2011)

Neue Zahlen des schwedischen Friedensforschungsinstituts SIPRI

Nach Zahlen des schwedischen Friedensforschun­gsinstituts SIPRI steigen die Militärausgaben und der Waffenhandel international zwar langsamer, aber stetig an. 2010 erhöhten sich die weltweiten Rüstungsausgaben gegenüber dem Vorjahr nur mehr um 1,3 Prozent. In den Jahren zuvor waren es durchschnittlich 5,1 Prozent mehr. Die Gesamtausgaben in Zahlen wurden für 2010 mit 1,63 Billionen USD (1.132 Mrd. Euro) angegeben.

Die kräftigsten Ausgabensteige­rungen wurden in den Staaten Lateinamerikas (5,8 Prozent) und Afrikas (5,2 Prozent) festgestellt. In Europa gab es eine Senkung um 2,8 Prozent.

In vielen westlichen Ländern fordert die Finanz- und Schuldenkrise Einschnitte in den Wehrbudgets. Trotzdem sollen künftig wieder mehr Mittel in die Rüstung gesteckt werden, insbesondere bei den neuen Global Playern, wie China, Brasilien oder Indien.

Zu den größten Waffenimporteuren zählten in den letzten Jahren Indien, China, Südkorea, Pakistan und Griechenland (vor der Krise). Die Spitzenplätze bei den Waffenlieferanten werden von USA, Russland, Deutschland, Frankreich und Großbritannien eingenommen. USA und Russland bestreiten mehr als die Hälfte aller Exporte. Die USA haben seit 2001 ihre Rüstungsausgaben um 81 Prozent gesteigert und haben einen Anteil von 43 Prozent an den weltweiten Ausgaben auf diesem Sektor erreicht. 2010 lagen die Aufwendungen von 698 Mrd. USD in den USA mehr als fünfmal so hoch wie in China, der zweitgrößten Militärmacht der Welt (119 Mrd. USD). Besonders in den großen EU-Staaten wird die Wettbewerbssi­tuation auf dem Waffenmarkt für die Rüstungskonzerne durch großzügige staatliche Förderungen verbessert.

Österreich (Platz 96) importierte in den vergangenen zehn Jahren Rüstungsgüter besonders aus Deutschland, Italien, Schweden, Spanien, der Schweiz, Großbritannien und den USA. Als Exporteur scheint unser Land in dem genannten Zeitraum auf Platz 25 auf und lieferte unter anderem an Ägypten, Frankreich, Italien, Jordanien, Spanien, Großbritannien. Teile der traditionellen heimischen Rüstungsindustrie befinden sich aber bereits unter ausländischem Einfluss.

Quelle:

betrifft frieden 1–2011, Österreichischer Friedensrat

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