KOMMUNISTISCHE PARTEI ÖSTERREICHS

Zach: "Die Ideen von Mitterlehner und Strolz sind ziemlich daneben"

(7.11.2014)

Laut offiziellen Daten waren Ende Oktober in Österreich 310.306 Menschen offiziell arbeitslos, weitere 78.849 Menschen waren in Schulungen. Statt jedoch über eine allgemeine Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich und über öffentliche Investitionen in wichtigen Bereichen wie Wohnbau oder Gesundheit und Pflege nachzudenken, denkt ÖVP-Vizekanzler Mitterlehner über stärkere Repressionen gegen Erwerbsarbeitslose nach.

Didi Zach, Landessprecher der KPÖ-Wien: „Die von Mitterlehner angedachte Ausweitung der zumutbaren Wegzeiten oder der Arbeitszeiten bei Betreuungspflichten wird von uns kategorisch abgelehnt. Und ich hoffe, dass ÖGB und SPÖ dies auch so sehen und sich dagegen auch vehement und erfolgreich zur Wehr setzen werden.“

Über das neuerliche Outing der NEOs, die eine Verlängerung der Tagesarbeitszeit auf 12 Stunden fordern, sagt Zach: „Ich hoffe, dass viele Wähler und Wählerinnen, die bei der letzten Nationalratswahl für Strolz und die NEOs votierten, nun erkennen, welche menschenverachten­den turbokapitalis­tischen Ideen sich hinter der liberalen gesellschaftspo­litischen Fassade verbergen.“

Zach weiters: „Es braucht viel an Veränderung in Österreich – was es aber auf jeden Fall auch braucht ist eine allgemeine Arbeitszeitver­kürzung bei vollem Lohnausgleich und einen gesetzlichen Mindestlohn. Nicht gebraucht werden hingegen weitere Repressionsmaßnah­men gegen Menschen die ohne Erwerbsarbeit sin­d.“

Zum Thema siehe auch FPÖ, ÖVP und NEOS beklagen hohe Verschuldung

Ps.: Am Freitag, 21. November, findet in Wien (organisiert von der Plattform gegen den 12 Stunden Tag) ein Sternmarsch statt, der unter dem Motto steht: „Es reicht! Löhne und Gehälter rauf! Mieten und Preise runter!“

KPÖ und GLB, die sich am Sternmarsch beteiligen, treffen sich um 17 Uhr am Praterstern.

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