KOMMUNISTISCHE PARTEI ÖSTERREICHS

Papst formuliert vernichtende Kritik am Kapitalismus

Autor: Tenan - This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0

(28.11.2013)

In seinem ersten apostolischen Lehrschreiben - einer Art Regierungserklärung - geisselt Papst Franziskus "egoistische Steuerhinterziehung", "neue Götzen" und "zügellosen Konsumismus".

„In der Wurzel ungerecht“ nennt Franziskus das aktuelle ökonomische System. Diese Form der Wirtschaft töte, denn in ihr herrsche das Gesetz des Stärkeren. Der Mensch sei nur noch als Konsument gefragt, und wer das nicht leisten könne, der werde nicht mehr bloss ausgebeutet, sondern ausgeschlossen, weggeworfen.

Und damit noch nicht genug. Die Welt lebe in einer neuen Tyrannei des „vergötterten Marktes“, die manchmal sichtbar, manchmal virtuell sei, so der Papst. Hier regierten Finanzspekulation, Korruption und Egoismen, die sich etwa in Steuerhinterziehung ausdrückten. „Es ist unglaublich, dass es kein Aufsehen erregt, wenn ein alter Mann, der gezwungen ist, auf der Strasse zu leben, erfriert, während eine Baisse um zwei Punkte in der Börse Schlagzeilen macht“, so Franziskus.

Hier die Punkte zum Bereich Wirtschaft aus dem ersten apostolischen Lehrschreiben von Papst Franziskus im Wortlaut – entnommen der Handelszeitung

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