KOMMUNISTISCHE PARTEI ÖSTERREICHS

Ist Grün das neue Schwarz?

Von Coni Jungkind (24.9.2013)

Gestern wurde bekannt, dass die Grünen es offenbar nicht nur nötig haben, sich Wahlhelfer_innen einzukaufen, sondern dabei auch noch gegen ihr eigenes Wahlprogramm verstoßen.

Mindestlohn 8,50 € pro Stunde: so steht es im Programm der Grünen. In der Praxis, genauer gesagt einem Inserat auf jobwohnen.at (siehe Foto), nimmt man es damit aber nicht so genau – 8 Euro pro Stunde werden für den „Studentenjob“ als Wahlhelfer_in geboten.

Davon, dass 8,50 € immer noch viel zu wenig sind, einmal abgesehen, machen sich die Grünen damit nicht nur lächerlich, sondern beweisen einmal mehr, dass ihnen ihre eigenen Forderungen vollkommen wurscht sind – spätestens sobald eine Regierungsbete­iligung in Aussicht ist, handeln die Grünen offenbar nach der Devise „was kümmert mich mein Geschwätz von gestern?“

So richtig grün sind die Grünen halt nicht mehr…eher schon ein bissl kompostiert.

Wer in Oberösterreich mit dem Berufshomophoben und Ober-CVer Pühringer regiert, kann es auch mit dem Kampf gegen Sexismus und Homophobie nicht sonderlich ernst meinen. Und auch der Anspruch, „saubere Politik“ machen zu wollen, wird durch eine Koalition mit einer Partei, die aus gekauften Abgeordneten besteht (im Schlussverkauf beim BZÖ besonders günstig), ad absurdum geführt.

Wer also die Grünen wählt und sich davon linke Politik erhofft, trifft mit großer Sicherheit eine falsche Entscheidung.

Coni Jungkind

Nachtrag vom 25.9.: Nachdem die ganze Geschichte öffentlich wurde, haben die Grünen reagiert und den Lohn erhöht. Ob der Grund dafür allerdings Einsicht oder doch eher die Angst vor schlechter Publicity ist, sei dahingestellt.

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