KOMMUNISTISCHE PARTEI ÖSTERREICHS

ORF-Informationspolitik zur NR-Wahl ist einfach nur widerlich

(28.8.2013)

Heftige Kritik gibt es von Melina Klaus, Spitzenkandidatin der KPÖ-Wien zur NR-Wahl, an der Informationspolitik des ORF im Zusammenhang mit der NR-Wahl.

Klaus: „ORF-Chef Wrabetz bejubelte kürzlich die tolle und umfassende Berichterstattung des ORF zur Wahl. Wrabetz verschweigt aber wie er und seine Helfer an der Spitze des ORF den Wahlkampf quasi manipulieren. Denn Tag für Tag wird in zahlreichenden Informationssen­dungen so getan, als ob nur 6 Parteien am Stimmzettel für die Wahl stehen würden.“

Den typischen ORF-Hinweis – Meinungsumfragen würden eine gleichberechtigte Berücksichtigung von Nicht-Parlamentsparteien nicht rechtfertigen – weist Klaus zurück: „Der ORF-Chef hat sich nicht als Hellseher bzw. Schiedsrichter zu betätigen – die Entscheidung trifft der Souverän ja erst am Wahltag“. Und zudem – so Klaus – „hat sich die Meinungsforschung ja schon oft kräftigst geirrt.“

Das Agieren des ORF, welches „Negativ-Vorbild-Funktion“ für andere Medien hat, muss auch „grundsätzlich in Frage gestellt werden“, so Klaus, denn „tagtäglich sind Initiativen der Zivilgesellschaft, empörte StudentInnen, Friedensaktivis­tInnen und andere kritische ZeitgenossInnen damit konfrontiert, dass kritische Zwischentöne in der ORF-Berichterstattung kein Gehör finden, was ja nicht Sinn und Zweck bei einem öffentlich-rechtlichen Sender sein kann.“

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