KOMMUNISTISCHE PARTEI ÖSTERREICHS

Für die, die’s brauchen – von denen, die’s haben!

Es ist genug für alle da – die Verteilung des Reichtums der Millionäre muss beginnen

Von Claudia Krieglsteiner (22.8.2013)

In diesen Tagen machen Jugendliche Schlagzeilen. Keine positiven. Sie sind verschuldet, heißt es. Von den 350.000 überschul­deten Haushalten in Österreich geht ein nicht zu unterschätzender Anteil auf das Konto von Jugendlichen.

250 Privatkonkurse wurden im 1. Halbjahr 2013 für unter 25jährige genehmigt. Das ist aber eben nur die Spitze des Eisberges, weil man einen Privatkonkurs nur unter speziellen, finanziell auf Jahre absehbar stabilen Bedingungen eingehen kann.

Als Ursachen für die Notlage(n) wird zwar klar die hohe Arbeitslosigkeit erkannt: Ein Viertel der jungen Menschen ist wegen einem Verlust des Arbeitsplatzes oder wegen schlechterer Bezahlung in die Schulden gerutscht. Tausende Jugendliche leben aber überhaupt als „soziale U-Boote“ nach einer (eventuell auch abgebrochenen) Schulausbildung ohne jegliches Einkommen in ihrer Herkunftsfamilie und haben dennoch (Konsum-) Bedürfnisse.

Wobei über den angeblich zu ausgeprägten Konsumismus auch viel spekuliert wird. Mag sein, dass Jugendliche Geld für ziemlich sinnlose Konsumgüter ausgeben – das tun die meisten Erwachsenen wohl auch. Die bei weitem überwiegenden Schulden von unter 25 Jährigen werden aber für zwei Dinge gemacht: Für das Wohnen und das Telefonieren! Aber sind ein Dach über’m Kopf und die Kommunikation auf dem gesellschaftlich erreichten Niveau nicht Grundrechte, zumal in sehr reichen Ländern? Geht’s wirklich um das Verhalten von Jugendlichen und nicht viel mehr um die überfällige Regulierung des aus allen Fugen geratenen Wohnungsmarktes. Und sind nicht die Verträge die am Tele-Markt heutzutage – auch mit Jugendlichen – abgeschlossen werden und zu Rechnungen in der Höhe von hunderten, ja tausenden Euro führen können, verbrecherisch?

Und hat man erst einmal Schulden ist es unter den heutigen Voraussetzungen sehr schwer sie wieder loszuwerden. Nicht nur für Staaten, auch für Jugendliche lautet die Regel: Innerhalb von zehn Jahren vervierfacht sich eine Schuld, ohne dass ein Euro zusätzlich ausgegeben wird! Und selbst wenn man brav monatlich die Zinsen bezahlt, verringert sich dadurch die Schuld noch um keinen Cent.

Schuldenfallen sind keine Versehen, sie werden bewusst aufgestellt, um Geld nach oben umzuverteilen und sie werden von der Politik zumindest billigend in Kauf genommen. Das gehört abgestraft – und am 29. September bietet sich dazu eine kleine Gelegenheit.

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