KOMMUNISTISCHE PARTEI ÖSTERREICHS

Der König ist tot

Von Paul Beneder (31.12.2011)

Ok, ich gebs zu: Ich lese sie ab und zu, die Gratiszeitungen aus den U-Bahn Stationen. Kostet ja nix, und daher reg ich mich zumeist auch nicht über den mieserabel recherchierten Mumpitz auf, der bisweilen drin steht.

Aber in letzten Tagen ist das anders. Da wird wiederholt der Tod des Kim Jong Il dazu benutzt, den latenten Antikommunismus an die Oberfläche zu holen… indem der allgemein verbreitete Ruf dieses Herrschers (Atombombe, Hunger, Totalitarismus,…) wieder und wieder mit dem Begriff „Kommunismus“ verbunden wird.

Obwohl in denselben Texten die dynastische Nachfolge beschrieben wird. Obwohl mit ein paar Minuten Zeitaufwand im Internet ganz leicht Informationen zu finden sind, die ein ganz anderes Bild der Kim'schen Ideologie zeigen, als man der Allgemeinheit gerne präsentiert.

Daher sei festgehalten – egal ob es sich nun um journalistisches Unvermögen oder um gewollte Fehlinfomation handelt: Nordkorea hat mit dem was wir von der KPÖ „kommunistisch“ nennen bzw. wir uns unter „kommunistisch“ vorstellen bzw. anstreben nichts zu tun. Gar nichts.

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