KOMMUNISTISCHE PARTEI ÖSTERREICHS

150 Jahre Pariser Kommune: 72 Tage, die die Welt verändern

(18.3.2021)

72 Tage, die die Welt verändern: Heute vor 150 Jahren riefen die Arbeiter_innen von Paris die »Pariser Kommune« aus. Die Kommunard_innen begannen, die Stadt nach sozialistischen Maßstäben zu verwalten. Am 28. Mai 1871 wurde die Pariser Kommune durch Regierungstruppen blutig niedergeschlagen.

Obwohl die Kommune nur kurz währte, sorgte sie weltweit für Aufsehen. Karl Marx bezeichnete sie als »ruhmvollen Vorboten einer neuen Gesellschaft«. Florian Grams hat für die Rosa-Luxemburg-Stiftung eine kurze Geschichte der Pariser Kommune verfasst: »Auf der gemeinsamen Suche nach Wegen zu einer solidarischen und sozialistischen Gesellschaft ist und bleibt die Auseinandersetzung mit den Erfahrungen der Pariser Kommunard*innen daher dringend geboten. Denn ihr Programm, eine «demokratische und soziale Republik» zu begründen, harrt nach wie vor seiner Verwirklichung.« Weiterlesen…

Unter dem Titel »Volksherrschaft für 72 Tage: Die Pariser Kommune 1871« hat der kommunistische Historiker Hans Hautmann vor 10 Jahren einen Abriss des Geschehens verfasst. »Die Erinnerung an die Pariser Kommune ist die Erinnerung an die historisch erste, spezifisch proletarische Machtergreifung. Was vor 140 Jahren in Paris geschah, war der Ab- schluss des bürgerlichen Revolutionszyklus und der wie ein Wetterleuchten am Horizont sich abzeichnende Beginn einer neuen Ära sozialistischer Umwälzungen, die im 20. Jahrhundert eintreten sollten. Deren wichtigste Maßnahmen politischer, sozialer und ökonomischer Natur wurden von den für 72 Tage in Paris an die Macht gelangten werktätigen Massen in Keimform vorweggenommen.« Weiterlesen…

Louise Michel, André Léo, Paule Minck, Elisabeth Dmitrieff und Natalie Lemel – die starke Präsenz von Frauen in der Pariser Kommune hat mehrere Ursachen. Die Politikwissen­schaftlerin Antje Schrupp hat sich mit den frauenpolitischen Mythen der Kommune beschäftigt. »Richtig ist, dass viele Frauen während der Kommune sehr aktiv waren, sie gründeten Vereine und Clubs, pflegten Verwundete auf den Schlachtfeldern, kämpften auf den Barrikaden. Das Wahlrecht aber war damals kein Thema – kein Wunder in einem Land, dessen Arbeiterschaft stark von proudhonistischer Frauenfeindlichkeit geprägt war.« Weiterlesen…

In den aktuellen Mitteilungen der Alfred Klahr Gesellschaft schreibt Alexander Hartl über »Die Pariser Commune in der Literatur 1871–1949«: Die Reaktionen zeitgenössischer französischer SchriftstellerInnen waren großteils negativ und durch konsequente Verachtung des Proletariats (häufig aber auch gleichzeitig des Bürgertums) geprägt. Weiterlesen…

Der Waschsalon Karl-Marx-Hof zeigt eine Sonderausstellung unter dem Titel »Vive la Commune. Die erste „Diktatur des Proletariats“«. Dargestellt werden ihre Entstehungsges­chichte, ihr Bemühen um eine Neugestaltung von Arbeit und Produktion, ihre fortschrittlichen Ansätze in der Fürsorge- und Bildungsarbeit, erste Versuche der Gleichstellung von Frauen und Männern – und auch ihr furioses Scheitern in einem „fürchterlichen Blutbad“. Weiterlesen…


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