KOMMUNISTISCHE PARTEI ÖSTERREICHS

Margarete Schütte-Lihotzky - lange boykottiert, spät gefeiert

(22.1.2017)

Am 20. Jänner fand in Wien ein Symposium zu Leben und Wirken von Margarete Schütte-Lihotzky statt. KPÖ-Frauensprecherin Heidi Ambrosch hielt dabei nachfolgende kurze Rede, in der sie sich insbesondere bei all jenen bedankte, die den Bedenkraum für Schütte-Lihotzky in der Unteren Weißgerberstraße 41 ermöglicht ha­ben.

Heidi Ambrosch: "Liebe Freundinnen und Freunde.

Am Mittwoch freute ich mich über die Ankündigung des Symposiums im Ö1-Leporello kurz vor Acht. Aber wie meistens wurde verschwiegen, was Grete aber viel bedeutete – ihre Mitgliedschaft in der Kommunistischen Partei Österreichs, mit der sie bis zu ihrem Tod bewusst und aktiv verbunden war, obwohl diese Verbundenheit ein wesentlicher Grund war, warum sie nach ihrer Rückkehr nach Österreich 1947 keine öffentlichen Aufträge erhielt. Anerkennung in Österreich wurde ihr erst nach bereits international erworbener zu teil.

Im Wikipediaeintrag ist zu lesen: Sie feierte ihren 100. Geburtstag 1997 mit einem kurzen Walzer mit dem Bürgermeister von Wien, Michael Häupl, und äußerte bei diesem Anlass: „Ich würde es genossen haben, ein Haus für einen reichen Mann zu entwerfen“. Zu diesem Anlass erhielt sie auch den Ehrenring der Stadt Wien.

Nicht zu lesen ist, dass sie im gleichen Jahr den traditionellen Ball der KPÖ, den Linken Tanz, auch mit einem kurzen Walzer eröffnete, wovon sich alle Anwesenden geehrt fühlten.

Grete war Kommunistin im besten, im ursprünglichsten Sinne von Marx und Engels beschrieben in der deutschen Ideologie: Der Kommunismus ist für uns nicht ein Zustand, der hergestellt werden soll, ein Ideal, wonach die Wirklichkeit sich zu richten haben [wird]. Wir nennen Kommunismus die wirkliche Bewegung, welche den jetzigen Zustand aufhebt. Oder wie es Marx folgend in der Berliner Humboldtuniversität eingraviert steht: Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert; es kommt aber darauf an, sie zu verändern.

Grete bewegte sich und vieles um sie herum, sie griff an und ein, veränderte sich und das sie Umgebene, was immer ein Wechselverhältnis beinhaltet. Nicht nur als Architektin, auch als kommunistische Aktivistin wirkte sie für Erneuerung, wo das alte am Absterben war.

Die KPÖ dankt allen Aktivistinnen für die viele unentgeltlich geleistete Arbeit wie auch allen SpenderInnen, die es ermöglicht haben, diesen Bedenkraum zu schaffen. Ein Raum, der Wissen und Erfahrungen bewahrt, um sie nutzbar für eine bessere Zukunft, für eine solidarische Gesellschaft zu machen, so ganz im Sinne dieser wunderbaren Kommunistin Grete.

Wir wünschen zum 120.Geburtstag, dass es in diesem Jahr gelingt die nötige Basisfinanzierung für diesen wunderbaren Raum zu verwirklichen. Danke."

Infos zum Schütte-Lihotzky Raum in 1030 Wien.

Infos zu Leben und Wirken von Schütte-Lihotzky finden sich z.B. auch hier 


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